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Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung e.V.

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Über das Wie, das Wieso und das Wohin

„Mündigkeit durch Selbstermächtigung“, so wird im Aufsatz zum Standartwerk der Offenen Jugendarbeit die „pädagogische Substanz“ der selbstverwalteten Jugendzentren auf den Begriff gebracht. Der Beitrag, den das Geschäftsführungsteam des Verbandes 2018 verfasste, zeigt im historischen Rückblick auch den Einfluss, den die Jugendzentrumsbewegung auf die Theoriebildung innerhalb der Jugendarbeit hatte. Doch Theorien zur Jugendarbeit sind immer umkämpft. Das Konzept Selbstverwaltung steht dabei nach wie vor in der Tradition einer emanzipatorischen Jugendarbeit und für das Recht von Jugendlichen auf eine eigensinnige, autonome Aneignung der Welt. Für eine Jugendarbeit als ein herrschaftsfreier Experimentier- Entdeckungs- und Entwicklungsraum, organisiert nach dem Prinzip „Jugend für Jugend“.

Im Folgenden sollen einige Debatten zur Theorieentwicklung nochmals nachgezeichnet werden und Fragmente aus der Verbandsgeschichte aufbereitet werden. Unterstützung dabei erhalten wir durch zwei aktuelle Forschunsprojekte.

Daniel Katzenmaier stellt einen Text zur Verfügung, der auf seiner Dissertation über den Verband, die voraussichtlich 2024 abgeschlossen wird, beruht. Demnächst hier.

In Gesprächen zu 50 Jahre Jugendzentrumsbewegung konnten wir ein Forschunsprojekt anregen, das von der HTW-Saar in Kooperation mit dem Jugendamt des Regionalverbandes und juz-united durchgeführt wird. Dabei wird auch die Geschichte der Offenen Jugendarbeit im Regionalverband incl. der Kommunalisierungspolitik erforscht. Ein erster Überblick wird demnächst hier vorgestellt.

Der Verband wird erforscht: wir sind sehr gespannt!

Freizeit ohne Kontrollen

Das Standartwerk zur Jugendzentrumsbewegung legte 2015 David Templin mit dem Buch „Freizeit ohne Kontrollen“ vor.  Auf 672 Seiten wird akribisch die Entwicklung der Bewegung von den Anfängen bis in die frühen 1980er Jahre nachgezeichnet, die zeithistorischen Bedingungen analysiert und die Bewegung politisch eingeordnet. Auch aus der saarländischen Juz-Szene werden viele Belege angeführt.

Wir verlinken hier auf eine Buchrezension, die das Buch ausführlich vorstellt.

Handschriftliche Notiz auf der Rückseite des Buches TRÄUME, HOFFNUNGEN, KÄMPFE:

SELBSTVERWALTUNG: soziolog. Begriff
prakt.pol. Methode, die kapital. Gesellschaftsstruktur (Entfremdung, Ausbeutung, Kommerz, Hierarchien, Charaktermasken, Unterdrückung, Konsum; Entmündigung) zu bekämpfen mit dem Ziel selbstbestimmt zu leben, kommunikativer Entscheidungsfindung u. Konfliktregelungen, Aufhebung der Trennung von Arbeit und Freizeit.

Artikel des Verbandes im aktuellen Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit

Der Beitrag im Handbuch, geschrieben vom Team der Geschäftsführung, Tobias Drumm, Alexandra Groß und Theo Koch

Artikel in bundesweit erscheinenden Fachzeitschriften

Der Verband hat sich in den letzten Jahren verstärkt in bundesweite Fachdebatten eingemischt. Hier einige Beiträge:

Tobias Drumm, Theo Koch

50 Jahre selbstverwaltete Juze im Saarland

OJA Nr.1/2024

Tobias Drumm schreibt zum Thema Partizipation in der

OJA Nr. 2/2022

Tobias Drumm, Theo Koch:

Demokratiebildung im selbstbestimmten Setting.                        Deutsche Jugend 2/2022

Theo Koch

Das Ringen um Freiräume

in der OJA Nr. 2/2021

Tobias Drumm, Alexandra Groß, Theo Koch   Engagement in Eigenregie        Forum Jugendhilfe 4/2020

Theo Koch, Alexandra Gross, Tobias Drumm, André Piro Demokratie leben in selbstverwalteten Jugendtreffs         OJA 1/2018